Milos island, hotels apartment studios Greece Blick auf die Geologie


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Milos, Blick auf die Geologie, Kykladen - Griechenland
     
Milos, Blick auf die Geologie, Kykladen - Griechenland
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      Milos, Blick auf die Geologie, Kykladen - Griechenland    
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Milos ist eine fast vollständig vulkanische Insel. Diese Tatsache ist für alle Besucher der Insel auch ohne einschlägiges Fachwissen augenfällig. Sicher ist, dass der Anblick, der sich dem Betrachter bei jedem Schritt bietet, unvergesslich bleiben wird. Man wird nicht satt, Farben und Formen der geologischen Erscheinungsformen wie Küsten, Buchten, Felsen, Schluchten und Berge zu betrachten.

Unter dem Aspekt der tektonischen Geologie gehört Milos zum pelagonischen Gürtel, einige Autoren weisen die Insel auch dem subpelagonischen Gürtel zu. Ausgehend von der Theorie der Plattentektonik, befindet sich Milos auf der eurasischen Platte und ist ungefähr 220 km von der Stelle entfernt, an der beide Platten aufeinanderstoßen und die afrikanische Platte mit einer Senkung von 2,5 cm pro Jahr und einem Winkel von ca. 35° unter die eurasische Platte abtaucht. Die Insel befindet sich auch heute noch in einem Prozess des Sinkens. Besonders an der Südseite der Insel können die Resultate einer langsamen Abwärtsbewegung wahrgenommen werden.

Aus Messungen geht hervor, dass die Vulkantätigkeit in der Südägäis vor etwa 2-3 Millionen Jahren einsetzte. Auf Milos erloschen die Vulkane in Fyriplaka und Trachilas endgültig vor 90.000 Jahren, was als junger Vulkanismus bezeichnet wird. Viele große und kleine Versteinerungen von Meeresorganismen belegen außerdem, dass sich der Vulkanismus auf Gebiete oberhalb und unterhalb des Meeresspiegels erstreckte. Ohne Schwierigkeiten kann der Besucher einige dieser Versteinerungen sehen: PECTEN JACOBAEUS, PINNA PECTINATA, OSTREA EDULIS, BALANUS und andere.

Man trifft auf Milos nicht nur auf vulkanisches Gestein. Im Süden der Insel bei Provatas befindet sich Sedimentgestein, dessen Alter mit Hilfe von Messungen auf etwa 14 Millionen Jahre beziffert wird. Ebenso gibt es noch metamorphe Gesteinsformen. Ihr Alter liegt zwischen 33 und 64 Millionen Jahren.
Bevor wir die Auswirkungen des Vulkanismus auf der Insel beschreiben, lohnt es sich, hier besonders auf einige geologische und geomorphologische Erscheinungsformen einzugehen. Zuerst seien hier die zwei großen, erloschenen Vulkane genannt. Der Vulkan von Fyriplaka besitzt einen beeindruckenden Krater von 1700 m Durchmesser und eine Höhe von 220 m. Er ist sehr gut erhalten und erstreckt sich von der Inselmitte in südlicher Richtung. Von dem Vulkan in Trachilas, der sich im Nordnordwesten der Insel befindet, ist nur noch ein kleiner Teil erhalten.

Eine weitere, wichtige geologische Erscheinungsform sind die vulkanischen Kegel. Diese hohen Erhebungen mit steilen Abhängen bestehen aus Andesit, einem harten vulkanischen Gestein. Die Kegel hat das aus dem Erdinneren aufsteigende Magma gebildet, das aufgrund eines Mangels an druckerzeugenden Gasen erstarrte, bevor es sich ergießen konnte. Solche Kegel sind Kastro, der Burghügel in der Inselhauptstadt, und der Berg Prophitis Ilias.

Eine charakteristische und bestaunenswerte geologische Formation sind auch die kleinen Inselchen Glaronisia. Sie liegen auf der Nordseite der Insel auf dem Weg nach Pollonia. Die Glaronisia stellen eine Anordnung von fünf- oder sechseckigen vertikalen Andesitsäulen dar, die 20 bis 30 cm in der Diagonale messen und bieten einen beeindruckenden Anblick.

In der Nähe von Sarakiniko im Norden der Insel befindet sich eine vulkanische Landschaft von weißer Farbe. Sie weist einen ständigen Wechsel vulkanischer Materialien auf, die in Festland oder Meeresgrund eingelagert sind. Hier finden sich auch viele Versteinerungen. Dem Betrachter zeigt sich eine überraschende Landschaft. Das Fehlen jeglicher Vegetation in Verbindung mit dem Weiß der Felsen lässt an eine Mondlandschaft denken.

Milos befindet sich auf dem Vulkanbogen der südlichen Ägäis. Wenn die Vulkane auch heute erloschen sind, so zeugen trotzdem verschiedene Phänomene davon, dass zwischen Erdinnerem und Inseloberfläche noch immer eine Verbindung besteht. Solche postvulkanischen Erscheinungen sind in allen Zonen junger oder alter Vulkantätigkeit zu beobachten. Auf Milos treffen wir besonders im Osten und Südosten auf Stellen, an denen aufgrund der tektonischen Beschaffenheit des Untergrundes Gase aus dem Erdinneren ausströmen. Diese Gase sind zum Beispiel: Wasserdampf, Kohlendioxyd und Schwefelwasserstoff. Charakteristisch für einige dieser Stellen ist die gelbe Farbe des Schwefels und sein typischer Geruch. Gleichzeitig ist die Bodentemperatur sehr hoch. Diese Phänomene können unter anderem in folgenden Gebieten beobachtet werden: Agia Kyriaki 102°C, Pyromenes 100°C, Paliochori 101°C, Vounalia 54°C, Kastanas 86°C, Adamas 100°C. Außerdem gibt es am Meeresgrund ausströmende Gase, die in Form von Blasen an die Wasseroberfläche treten. Typisch ist auch hier die schwefelgelbe Farbe. Unter Wasser ausströmende Gase werden in folgenden Gebieten beobachtet: Agia Kyriaki, Paliochori, Kanavas, Rivari.

Die Insel Milos verfügt über Thermalquellen. Sie befinden sich ungefähr auf gleicher Höhe mit dem Meeresspiegel. Einige von ihnen sind Heilquellen, werden aber nicht komerziell genützt. Schon Hippokrates erwähnt in seinem Werk «Peri Epidimion» den Fall eines Patienten aus Athen, der an einer Hautkrankheit litt und in den Bädern von Milos Heilung suchte.
Heiße Quellen befinden sich zum Beispiel in Adamas in einer Höhle, in der man Bäder eingerichtet hat, die Temperaturen betragen 33,3°C, ferner in Alykes mit 22°C, in Kanavas mit 50°C, in Paliochori mit 50°C, in Mantrakia mit 54°C, in Charon bei Adamas mit 42°C, in Provatas und Tria Pigadia. Allen Quellen wird eine heilende Wirkung bei rheumatischen Beschwerden, Erkrankungen des peripheren Nervensystems und bei Haut- und Frauenkrankheiten zugeschrieben. Bei den Thermalquellen werden teilweise so hohe Bodentemperaturen gemessen, daß man den Boden mit bloßer Hand nicht berühren kann.

Unter der Einwirkung hoher Temperaturen an der Erdoberfläche über Jahrmillionen veränderte sich die Beschaffenheit des Bodens, und es entstanden Bodenschätze, die von den Bewohnern seit frühester Zeit ausgebeutet werden.

In den letzten Jahren wurde das öffentliche Interesse durch wissenschaftliche Untersuchungen auch auf einen anderen Aspekt des Vulkanismus gelenkt. Wissenschaftler des Griechischen Geologischen Instituts (IGME) und der Elektrizitätswerke haben nach jahrelangen Untersuchungen mit Hilfe von Erdbohrungen in großer Tiefe (1100 m) die Existenz eines geothermischen Feldes unter Milos festgestellt. Dieses geothermische Feld könnte nach Beseitigung technischer Schwierigkeiten zur Erzeugung von Energie oder zu anderen Produktionsverfahren beitragen.


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© Mallis Publishings Konzeption: Mallis edition
Fotos: Nikos Vitsovits
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